Donnerstag, 7. Februar 2019

Hacker - bereit zum Angriff, fertig - los!


Hacker - bereit zum Angriff, fertig - los!

«Und so können Hacker ab dem 25. Februar während einem Monat versuchen, Stimmen zu manipulieren, abgegebene Stimmen zu lesen sowie Sicherheitsvorkehrungen ausser Kraft zu setzen oder zu umgehen. Besonders wertvolle Meldungen von Sicherheitslücken will die Post finanziell entschädigen. Konkret kann das eigene Konto mit bis zu 50'000 Franken aufgebessert werden. Teilnahmeinteressierte können sich über https://onlinevote-pit.ch registrieren und auf weitere Informationen zu den Testmodalitäten zugreifen. (so)»
Links:

Dollar wird sukzessive durch Rubel, Rial, Renminbi oder Euro ersetzt

Wie der russische Botschafter in Teheran betonte,
wird der US-Dollar beim gegenseitigen Zahlungsverkehr
nicht mehr genutzt — nur Rubel und Rial,
oder notfalls der Euro. Dieselben Prozesse wurden von Moskau mit China, Indien und der Türkei eingeleitet. Auch die EU will Zahlungen für eigene Produkte nicht mehr in Dollar abwickeln. Experten zufolge werden der Iran und Russland der OPEC zeigen, dass man auch ohne Dollar auskommen kann. Wer auf die US-Währung verzichtet, und wie das bewerkstelligt werden kann –  das lesen Sie in diesem Artikel.

Link:
 https://de.sputniknews.com/kommentare/20190207323869568-russland-iran-dollar-verzicht/?utm_source=push&utm_medium=browser_notification&utm_campaign=sputnik_de

Mittwoch, 6. Februar 2019

Petro Poroschenko - unsauber bis übers Nierstück. Frau Merkel aber scharwenzelt als deutsche Bundeskanzlerin um diesen Typen.


Poroschenko und Frau Merkel

Poroschenko,

der Schokoladenfabrikant

ist schuld an der Armut in der Ukraine.


«Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa hat eine Äußerung des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko kommentiert, der Moskau für den niedrigen Lebensstandard der Ukrainer verantwortlich gemacht hatte.»
(Link ganz unten)

Zu

Petro Poroschenko:

Laut Panama Papers unsaubere Geschäftspraktiken; Steuerhinterzieher zum Schaden der Ukraine

«Als Inhaber der Unternehmensgruppe Ukrprominvest, zu der Beteiligungen im Auto- und Schiffbau, der Schokoladenherstellung und Rüstung sowie Fernsehsender gehören, wurde Poroschenko zum Milliardär. 2013 listete ihn das Wirtschaftsmagazin Forbes auf Platz sieben der ukrainischen Oligarchen mit einem geschätzten Vermögen von 1,6 Milliarden US-Dollar. Wegen seiner geschäftlichen Tätigkeit im Bereich der Schokoladenherstellung wird er auch Schokoladenoligarch genannt - OLIGARCH!!!

Den Grundstein für seinen wirtschaftlichen Aufstieg legte Poroschenko in den Umbruchzeiten der 1990er-Jahre. – Laut Eigenangaben handelte er mit Kakaobohnen, dann erwarb er mehrere Süßwarenfabriken, die er 1996 zu dem Konzern Roshen (eine Wortkreation aus Poroshenkos Nachnamen) verschmolz. Im Jahr 2013 produzierte Roshen laut Eigenangaben 450.000 Tonnen Konfekt und erwirtschaftete über 40 Prozent seines Umsatzes in Russland sowie den GUS-Staaten.
Er war stellvertretender Direktor in der Vereinigung kleiner Unternehmer und Unternehmen „Respublika“; seit 1991 Generaldirektor der Aktiengesellschaft Börsenhaus „Ukraina“, bevor er – „zusammen mit seinem Vater und anderen“ – die in Kiew ansässige Geschlossenen Aktiengesellschaft Ukrprominvest (ukr. Група «Укрпромінвест») gründete, einem – inzwischen auch aus Panama heraus – operierenden Investment- und Mischkonzern, zu dem unter anderem das Schiffbau- und Rüstungsunternehmen Leninska Kuznya, Rüben-, Korn- und Samenhandelsunternehmen, über 100.000 Hektar an Ländereien, Automobilunternehmen, eines der größten Taxi-Unternehmen in Kiew, Anteile an einer Versicherung, gehört. Poroschenko war dort bis 1998 Generaldirektor. Der Vater Poroschenkos, Oleksij Poroschenko, ist der Geschäftsführer von Ukrprominvest und leitet die Familiengeschäfte. Über seine Anteile an der Holding Ukrprominvest kontrolliert Poroschenko ebenfalls eine Mediengruppe mit TV- und Radiosendern, darunter den Fernsehsender Kanal 5 (5.ua) sowie die Nachrichtenmagazine Bigmir.net und Korrespondent.net. Die Bekanntgabe, seine TV-Sendeanstalt Kanal 5 nach der Wahl zum Präsidenten behalten zu wollen, wurde von der OSZE-Beauftragten für die Freiheit der Medien Dunja Mijatovic mit der Begründung: „Das ist nicht gut. Als Präsident muss Poroschenko den Fernsehkanal verkaufen“ kritisiert.

Poroschenko gab Anfang April 2014 in einem Interview mit der Bildzeitung bekannt, sollte er die Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2014 gewinnen, würde er den Roshen-Konzern verkaufen. Tatsächlich schien Nestlé um einen Betrag von einer Milliarde Dollar Interesse zu bekunden, dies bei einem Wert von 3 Milliarden. Aufgrund der schweren Verkäuflichkeit wurde die Idee eines „Blind Trust“ lanciert, dessen Existenz und Unabhängigkeit jedoch im April 2016 nicht gesichert war.

Im Wahlkampf 2014 versprach Poroschenko den Bürgern, dass er bei einem Wahlsieg seine Unternehmen verkaufen und nur dem Wohl des Landes dienen werde. Das Versprechen löste Poroschenko danach jedoch nicht ein. Dafür führte Poroschenko Gründe an, der Krieg habe die Wirtschaft stark schrumpfen lassen, für große Investitionen habe jetzt niemand Geld und ausländische Käufer würden das Risiko fürchten und unter Wert wollte er seine Unternehmen nicht verkaufen.

Mit der Veröffentlichung der Panama Papers wurde bekannt, dass Poroschenko am 21. August 2014, zwei Monate nach seiner Wahl, die Briefkastengesellschaft Prime Asset Partners Ltd. auf den Britischen Jungferninseln für sich gründen ließ, als „Holding für zypriotische und ukrainische Firmen der Roshen-Gruppe“ mit ihm als einzigen Anteilseigner. Diese gründete CEE Confectionery Investments Ltd., eine Briefkastengesellschaft auf Zypern und die wiederum gründete Roshen Europe BV in den Niederlanden. Poroschenko begründete die Firmenkonstruktionen damit, dass er seine geschäftlichen von politischen Interessen habe trennen wollen und verteidigt das Vorgehen damit, dass die Offshore-Holding dazu diene, sein Vermögen in einen Trust zu überführen. Die Finanzbehörden hätten stets von den in den Gesellschaften geparkten Vermögenswerten gewusst. Poroschenko hatte die Idee eines „Blind Trust“ für den Süßwarenkonzern Roshen lanciert und am 7. April bestätigte die „Treuhandgesellschaft Rothschild Trust“ des Bankhauses Rothschild & Co., dass sie seit Januar 2016 für Poroschenko dessen Süßwarenkonzern Roshen in einem „Blind Trust“ führt – die Laufzeit sei an Poroschenkos präsidiale Amtszeit geknüpft. Die investigativen Journalisten von Hromadske TV kamen zu dem Schluss, dass Poroschenko die anspruchsvolle Finanzstrukturen erschuf, um zu vermeiden, Steuern an den ukrainischen Staat zahlen zu müssen. Die Experten der Antikorruptionsorganisation Transparency International wiesen darauf hin, dass ein Gesetzesverstoß vorliege, denn Poroschenko hätte bestimmte Informationen veröffentlichen müssen. Die ukrainische Staatsanwaltschaft erklärte, dass man noch keinen Tatbestand sehe.

Die Panama Papers belegen, dass Poroschenko in Verbindung zur Offshore-Gesellschaft Intraco Management Ltd., eine weitere Firma auf den Britischen Jungferninseln, steht. Die Firma wurde 2002 gegründet, und ukrainische Medien berichteten bereits 2015, dass der Abgeordnete Ihor Kononenko (stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Partei des Präsidenten, Geschäftsmann und enger Vertrauter von Poroschenko) Verbindungen zu dieser Firma habe. Über die Firma seien sowohl Geld an Kononenkos Tochter Daria Kononenko geflossen als auch Poroschenkos Privatjet bezahlt worden. Außerdem soll Intraco Geschäfte mit dem russischen Gaskonzern Gazprom abwickeln. In wessen Besitz die Intraco ist, blieb aber auch in den Panama Papers im Dunklen.»
(Quelle: Wikipedia)

Und um einen solchen Mann scharwenzelt Frau Merkel als deutsche Bundeskanzlerin!!!


https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20190206323860835-ukraine-russland-wirtschaftliche-beziehungen-abbruch-porosjcenko/?utm_source=push&utm_medium=browser_notification&utm_campaign=sputnik_de

Thomas Haldenwang muss auf seine demokratische Gesinnung geprüft werden

Merkel und die AfD -
Die Rolle von Thomas Haldenwang

Dem Merkel-Regime ist alles recht, um die AfD. die eine ernstzunehmende Gefahr für das Merkel-Regime ist, mundtot zu machen.
Ein Lakai ist der neue BfV-Chef Thomas Haldenwang, der etwas öffentlich gemacht hat, das gar nicht an die Öffentlichkeit darf, der der ARD die Einsicht in die Akten verwehrt hat.
 
"Die Klage richtet sich nicht dagegen, dass der Verfassungsschutz die AfD prüft, sondern dagegen, dass das Amt dies öffentlich macht", erklärte der Parteisprecher. "Die öffentliche Benennung als Prüffall hat einen stigmatisierenden Charakter." (Link untenstehend).

Die Stimme der Vernunft

Auszug (Schlusspassage) aus der F.A.Z. vom 26.01.2019 13:43 Uhr: „Im Dienste des Menschen?“; von Marlene Grunert

«Irritierend sind die neuen Tendenzen vor allem in anderer Hinsicht: Sollte es dem Verfassungsschutz im Kern künftig nicht mehr um Umsturz und terroristische Gewalt gehen, stehen geheimdienstliche Gesinnungsprüfungen im Raum, wie sie in der Beobachtung von Bodo Ramelow und Katja Kipping (beide Linke) schon einmal zum Ausdruck kamen. In Zeiten von Rechtsterrorismus und Dschihadismus sollte es dagegen verstärkt um die Verfolgung konkreter Straftaten gehen. Das gilt auch für Delikte, die im Umfeld der AfD begangen werden, etwa die Billigung von Straftaten und Volksverhetzung. Zuständig für die Verfolgung von Straftaten ist die Polizei. Infolge von Vorverlagerungen der Strafbarkeit reichen ihre Befugnisse heute weit in den präventiven Bereich. So ist schon strafbar, aus Deutschland auszureisen, wenn das mit dem Zweck geschieht, sich im Ausland zum Terroristen ausbilden zu lassen.

Der Verfassungsschutz sollte sich darauf konzentrieren, die Polizei bei der Verfolgung von Straftaten zu unterstützen. Das Versagen bei der Mordserie des NSU bleibt eine Mahnung. Der Umgang mit den rassistischen Gesinnungen der AfD ist dagegen in erster Linie Aufgabe der demokratischen Gesellschaft. »

Dienstag, 5. Februar 2019

Russland verstärkt seine Raketenabwehr

Die Vereinigten Staaten
haben seit 1945
viele, sehr viele Pläne eines
nuklearen Erstangriffs
gegen das einst sowjetische und das heutige
Russland ausgeklügelt.


Genauso lange arbeitet Moskau permanent daran,
das Land gegen Attacken aus der Luft und aus dem erdnahen Orbit zu schützen.

Link:
https://de.sputniknews.com/technik/20190204323829080-raketenabwehr-russland-entwicklung/?utm_source=push&utm_medium=browser_notification&utm_campaign=sputnik_de&fbclid=IwAR1Gl9ggnYu0-CM9zQace7QwMLOq_7QLKn_gXoHfq1T6EUADc7bg6cAzlSQ 

USA: Europa wird das Schlachtfeld des Atomkrieges sein

Nach Aufkündigung des INF-Vertrags durch die USA und die Zustimmung der
Nato-Länder warnt das russische Außenministerium in Moskau vor einer
möglichen Konfrontation. Auch der Friedensnobelpreisträger
„International Peace Bureau“ sowie andere Friedensinitiativen warnen vor
einem Atomkrieg in Europa.

Sonntag, 3. Februar 2019

Bundeskanzlerin Angela Merkel: eine sehr zutreffende Analyse - erschreckend, aber einleuchtend


Merkels Geringschätzung des Deutschen

Jouwatch vom Sonntag, den 03.02.2019;
von Michael Klonovsky
Link:

Wie zähe Leser dieses Diariums wissen, arbeite ich mich seit Jahren sporadisch-exzessiv, aber regelmäßig an der Frage ab, welche Motive wohl Frau Merkel bei ihrem sturheilen Marsch in den wahrscheinlich letzten deutschen Sonderweg antreiben. Im Netz wuchern die Spekulationen über die Beweggründe dieser unseligen Person, die von ihren Anhängern nurmehr noch mit eschatologischen Argumenten verteidigt wird; viele Heiden indes sehen in ihr eine Vollstreckerin internationalistischer Politiken und globalistischer Agenden, andere, zu denen auch ich zähle, suchen den Schlüssel zu ihren Motiven in ihrer jugendlichen Prägung durch eine perverse Kombination aus Protestantismus und Sozialismus und einer daraus rührenden tiefen Verachtung von kulturellen Traditionen, nationalen Eigenarten, individueller Freiheit und jener des Marktes, von Merkels Geringschätzung des Deutschen im Allgemeinen und der deutschen Sprache im Besonderen heute zu schweigen.
Hier können Sie jouwatch unterstützen!

Im Dezember 2015 zitierte ich hier einen langjährigen Bundestagsabgeordneten der Union mit den Worten, Merkels Politikstil sei „reines Rodeo“ und kenne nur ein Motiv: oben bleiben. Dieser Ansicht ist auch der Journalist Ferdinand Knauß, der in der Wirtschaftswoche die prekäre Planstelle des Regierungskritikers besetzt. In seinem Buch „Merkel am Ende. Warum die Methode Angela Merkels nicht mehr in unsere Zeit passt“ liefert er eine stringente Analyse des zugleich hochspannenden und unendlich langweiligen Phänomens Merkel. Knauß zufolge ist die Kanzlerin „ein unpolitischer Mensch“, eine reine Managerin, die sich aus Gründen der Gewohnheit an ihren Job klammert und das Glück hat, nicht in der freien Wirtschaft für ihre Bilanz geradstehen zu müssen: „Nicht obwohl, sondern weil sie unpolitisch ist, war Merkel die passende Kanzlerin für eine Gesellschaft, die sich am Ende der Geschichte wähnte. Für eine Gesellschaft, die das Politische, also das Entscheiden grundlegender Fragen – anders gesagt: das Geschichte-Machen –, für obsolet hielt.“ Was im Innern dieser Frau vorgehe, sei deshalb womöglich „gar nicht so interessant“, man habe es mit einer intellektuell eher banalen Person zu tun, die nicht inhaltlich, sondern ausschließlich taktisch denke. Deshalb vermeide sie auch mit großer Sorgfalt Aussagen, die auf ihre Defizite schließen lassen würden und weicht jeder Frage aus, die auf eine konkrete politische Haltung zielt.

Die Kanzlerin, schreibt der Wirtschaftswoche-Autor, erfülle kaum eine der Bedingungen, die Max Weber in seinem berühmten Aufsatz „Politik als Beruf“ vorgibt: „Sie hat kein Charisma und kann nicht gut reden. Sie hat keine sachliche Leidenschaft und kein Verantwortungsgefühl. Allenfalls könnte man ihr Augenmaß attestieren – nach dem September 2015 muss man aber auch daran sehr zweifeln. Was sie allerdings in höchstem Maße besitzt, ist eine Gabe zur Analyse der Bedingungen für den Machterwerb und Machterhalt.“

Für diese Sichtweise existieren starke Argumente, die Knauß in seiner unaufgeregten und klugen Analyse auch alle auflistet. Im Laufe ihrer dreizehnjährigen Amtszeit hat die Kanzlerin ihre Ansichten gewechselt wie Hosenanzüge. So sprach sie sich erst für die „Brückentechnologie“ Kernkraft und eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten aus, stieg aber dann im Handstreich aus der Atomenergie aus; sie erklärte Multikulti für gescheitert und gab anno 2003 zu Protokoll: „Wenn wir die Auswirkungen der Zuwanderung nach Deutschland in den letzten fünfzig oder vierzig Jahren betrachten, dann fällt die Bilanz, wenn man die Sozialhilfe und alles hinzurechnet, negativ für Deutschland aus“; zwölf Jahre später importierte sie dann auf einen Ruck nahezu zwei Millionen Mosaikbausteinchen für ein sich am Zeithorizont farbenprächtig abzeichnendes, über die Sozialkassen finanziertes Mulkul-’schland; als Oppositionsführerin forderte sie ordoliberale Reformen, aber unter ihr als Kanzlerin stiegen die Steuereinnahmen, florierte die Umverteilung und explodierten die Sozialausgaben. 2003 schilderte Merkel ihren „Deutschland-Alptraum“ mit den Worten: „Jeder besitzt eine Windmühle und glaubt sogar noch, er tue etwas für die Umwelt, vergisst aber die hohen Subventionen.“ Acht Jahre später rief sie die Energiewende aus, finanziert mit einer EEG-Umlage, die nach Merkels Beteuerung vom Juni 2011 „nicht über ihre heutige Größenordnung hinaus steigen“ werde (damals lag sie bei 3,5 Cent pro Kilowattstunde, 2018 waren es 6,8 Cent).

Handelt so ein Mensch, der irgendein definiertes politisches Ziel verfolgt? „Merkel hat in 28 Jahren als Politikerin, als Ministerin, CDU-Chefin und schließlich Kanzlerin kaum jemals irgendein Prinzip oder politisches Ziel, das sie zunächst behauptete, konsequent und unter Hinnahme persönlichen Risikos verteidigt. Sie hat sie alle aufgegeben“, notiert Knauß, um sich anschließend zu verwundern: „Und jetzt soll ausgerechnet sie zur last woman standing des Westens werden?“

Die lange Herrschaft Merkels und ihrer unpolitischen Methode muss also Wünsche und Illusionen bedienen, die in weiten Teilen dieses merkwürdigen Volkes angelegt sind. Der Slogan vom „Ende der Geschichte“ fiel bereits; in keinem Land der Erde dürfte diese Vorstellung verbreiteter sein als bei den verschwindensbereiten Weltumarmern im Herzen Europas. Die „kosmopolitische Illusion“ (Knauß) als Identitätsprothese ist ohnehin etwas sehr Deutsches, sie entstand in einer Zeit, als an ein politisch geeintes Deutschland nicht zu denken war, und füllte nach dem zweifachen Zusammenbruch des Reiches bei den meisten Politikern und Intellektuellen die Leerstelle der nationalen Zugehörigkeit. Nur nicht wieder eigenverantwortlich agieren müssen, lautete und lautet ihre Maxime. Es handelt sich um einen Kosmopolitismus, der nicht auf innerer Festigkeit und einem soliden Einverstandensein mit sich selbst gründet, sondern einen affektiven Willen zur Selbstverleugnung und Wiedergutmachung zum Ausdruck bringt. Die Mentalitätsherrschaft der Grünen beruht auf diesem Phänomen, daraus saugt sie ihr moralisches Erpressungskapital. Merkel hat erkannt, dass sie sich, wenn sie oben bleiben will, den Vorstellungen der Grünen anpassen muss, und deswegen hat sie ihre gesamte Politik moralisch aufgeladen.

„Die Linksbewegung der CDU fand auf dem entscheidenden Feld der kulturellen Einstellungen und Wertvorstellungen statt, also da wo die Kategorien von Gut und Böse ausgehandelt werden“, schreibt Knauß. Die CDU habe „fürs Regieren ihre Seele verkauft“.

Den Grünen und einer sie unterstützenden Mehrheit der Journalisten und Öffentlichkeitsarbeiter ist es zuzuschreiben, dass auch in der Politik die Unterscheidung zwischen richtig und falsch in eine zwischen gut und böse umgewandelt wurde. Diese Umformatierung politischer Entscheidungen in moralische hat die „erste Kanzlerin der Grünen“ (so Bernd Ulrich, stellvertretender Chefredakteur der Zeit, durchaus bewundernd) zwar international immer mehr isoliert, aber ihre Herrschaft im eigenen Lande gesichert, da jede tiefergehende Kritik an ihren Entscheidungen als unmoralisch zurückgewiesen werden konnte. Die momentan einzige Oppositionspartei – „ein unmittelbares Resultat der Regierung Merkels und ihre Hinterlassenschaft“ (Knauß) – ließ sich so als eine Zweigestelle des Leibhaftigen stigmatisieren, für deren Entstehung keine rationalen Gründe vorlagen und deren Argumente man gar nicht erst anhören müsse.

Das werde aber nicht mehr länger gutgehen, statuiert Knauß. Zum einen könne man „auf die Dauer eine Partei von über 15 Prozent, in Sachsen vielleicht bald 30 Prozent nicht als Gottseibeiuns behandeln“, sonst steuere Land „mittelfristig auf die Unregierbarkeit zu“. Zum anderen führe eine Politik der permanenten Überdehnung der eigenen wirtschaftlichen und mentalen Kräfte unausweichlich in Krisen, Unruhen und Verteilungskämpfe. Dass neben dem Gros der Eliten zwar keine Mehrheit, aber immerhin ein bedeutender Teil der Wähler dieser Verschleuderung des nationalen Tafelsilbers applaudiere, irritiert Knauß selbstverständlich, doch historisch beschlagene Menschen wissen, dass dieses amokläuferische Festhalten am einmal eingeschlagenen Kurs für Deutsche immerhin keine Premiere mehr bedeutet.

Einst stand dieses Deutschland bekanntlich in schimmernder Wehr gegen eine Welt von Feinden, bis die ihm die Grenzen seiner Kräfte aufzeigten. „Heute glauben offenbar viele Deutsche und die Kanzlerin selbst, dass ausgerechnet Deutschland, notfalls auch ohne die USA und einen Großteil der EU – von den Machtstaaten Russland, China, Türkei, Iran usw. ganz zu schweigen –, berufen ist, das Ende der Geschichte zu verteidigen: als selbstloser Anti-Nationalstaat ein höheres europäisches oder gar Weltinteresse zu vertreten.“ Auch diese Hybris wird nicht ungesühnt bleiben. Merkel als „Inkarnation eines seltsamen, postdeutschen Größenwahns“ überschätze „in verantwortungsloser Weise die Möglichkeiten des eigenen Landes, das sich zugleich in Europa und der Welt auflösen und Europa und die Welt retten soll“. Ungefähr das dürfte Henry Kissinger gemeint haben, als er sagte: „Angela Merkel is very local.“

Angesichts der ja keineswegs in Richtung Demokratisierung und Weltvereinigung zielenden globalen Tendenzen – die Reislamisierung der arabischen Welt und der Türkei, der Aufstieg Chinas, der demografische Niedergang des Westens, die anschwellende Wanderungsbewegung aus Afrika und Westasien in die westliche Wohlstandszone – werden für die Bewohner des Westens Bedrohungen sichtbar und vor allem spürbar, die sich nicht mehr länger durch Tabuisierung, Schutzgeldzahlungen, Dialogangebote und die Abwälzung der direkten Folgen auf die Unterschichten managen lassen. Es wird wieder Konflikte geben, die ohne Gewalt nicht zu befrieden sind. Es wird wieder Feindschaften gegeben. „Und damit“, so Knauß, „schwinden die Voraussetzungen für die Methode Merkel.“

Knauß: „Wenn die Geschichte sich zurückmeldet und mit ihr die Nachfrage nach dem Politischen, also nach Politikern, die auch gegen starken Widerstand die fundamentalen Interessen derer vertreten, die sie repräsentieren, hat Merkel nicht viel zu bieten.“ Angesichts der grundlegenden Fragen, die sich uns unausweichlich stellen, könne aber gar nicht anderes passieren. Es seine Frage wie: Wollen wir weitere Einwanderung? Wenn ja, wie viel und welche Einwanderer wollen wir? Ist der Islam ein Teil von Deutschland? Soll die Europäische Währungsunion unbedingt und um jeden Preis aufrechterhalten werden? Müssen deutsche Steuerzahler darum noch mehr Haftung für europäische Banken- und Sozialsysteme übernehmen? Ist der Ausbau der Windenergie notwendig oder zerstört er auf unerträgliche Weise die Landschaften? Auf keine dieser Frage hat Merkel je eine klare Antwort gegeben.

Unter dieser Kanzlerin, sagt Knauß mit einem schönen Bild, sei „aus Leviathan eine Milchkuh“ geworden. Aber die Kräfte Behemoths sammeln sich weltweit. Staaten und Staatschefs werden darauf eine Antwort geben müssen. Die scheinbaren Selbstverständlichkeiten des hinter uns liegenden Zeitalters, sowohl den Wohlstand als auch innere wie äußere Sicherheit betreffend, gingen verloren. „Die Angst als Urgrund politischer Leidenschaft ist wieder da und mit ihr das Bedürfnis nach Schutz.“ Der Konflikt zwischen dem Trend zur Weltgesellschaft und dem Bedürfnis nach dem Schutz des Eigenen sei nicht aufzulösen. Aber er könne zivilisiert und demokratisch geführt und entschärft werden durch pragmatische Kompromisse: „Das wird die große Aufgabe demokratischer Politik in den kommenden Jahren sein.“

Knauß übermittelt also eine im Kern optimistische Botschaft: Nicht allein die Zeit Merkels ist abgelaufen, sondern auch ihre Art Politik, das System Merkel, endet. An ihrer Schadensbilanz wird Deutschland, im Gegensatz zu Merkels nichtvorhandenen Nachkommen, lange tragen, wahrscheinlich ist sie irreversibel, und Schuld daran sind letztlich die deutsche Tüchtigkeit, die deutsche Obrigkeitshörigkeit und der deutsche Eskapismus. Die Rechnung werden Merkels Nachfolger präsentiert bekommen. Und eine Ironie der Geschichte könnte darin bestehen, dass man einmal eine (mit-)regierenden AfD für die Folgen der Merkelschen politischen Idiotismen verantwortlich machen wird.