Dienstag, 28. November 2017

Vollendeter deutscher Blödsinn - unter Frau Dr. phys. Merkel

"Vor dem Die­sel­gip­fel : Was geht noch gegen Fahr­ver­bo­te?"

„F.A​.Z.“ vom Dienstag, den 28.11.2017, 07:14 Uhr; von Manfred Schäfers, Berlin.

"Im Regierungsbezirk Düsseldorf stellt man sich auf ein Diesel-Fahrverboten ein. „Wir kommen wahrscheinlich nicht um Verbote bestimmter Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten herum“, sagte Regierungspräsidentin​​​​​​ Birgitta Radermacher (CDU)."

"Am Dienstag entscheidet der Bund, welche Projekte zur Verbesserung der Luftqualität finanziell unterstützt werden. Darunter sind einige kreative Vorschläge. Und eine Stadt hat sich schon mit Fahrverboten abgefunden.
Mit Moos gegen die schlechte Luft: Die Städte haben aufgelistet, wie sie die Luft verbessern wollen, um Diesel-Fahrverbote doch noch vermeiden zu können. Am Dienstag will die geschäftsführende Bundesregierung auf dem zweiten Treffen mit Vertretern von Ländern und Kommunen klären, was gefördert wird.
Im Zentrum der Überlegungen stehen: Saubere Busse, Elektrofahrzeuge und jede Menge Ladestationen, gelegentlich will man auch Mooswände errichten, aber das scheint eher die Ausnahme zu sein.
Die Kommunen hoffen, dass nach dem Treffen mit der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkelund weiteren Regierungsvertretern die Mittel endlich fließen, damit sie loslegen können. „Es ist höchste Zeit, dass was passiert“,


[es ist gleichgültig was, „es muss einfach was passieren“]
 

meint auch die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Kerstin Andreae. „Die Kommunen drängeln zu Recht. Wir können die Kommunen nicht alleine lassen mit dem Druck durch die Gerichtsverfahren“, sagte sie der F.A.Z.
Am 22. Februar entscheidet das Bundesverwaltungsgeri​​​​​​cht, ob Kommunen zur Senkung der Stickoxidbelastung Diesel-Fahrverbote verhängen müssen.
750 Millionen Euro hat die Bundesregierung für besonders betroffene Städte in Aussicht gestellt. Die Mittel sollen aus bestehenden Programmen abgezweigt werden. 250 Millionen Euro hat zusätzlich die Autoindustrie zugesagt. Aus Sicht der Kommunen ist dies nur ein Anfang. Der Deutsche Städtetag sieht die Bundesregierung weiter in der Pflicht. „Wenn wir wirklich nachhaltigen Verkehr wollen in den Städten, dann wird das auch nicht mit einem Eine-Milliarde-Progra​​​​​​mm gehen, sondern dann wird das nur gehen, wenn die Bundesregierung auch weiterhin in der Finanzierungsverantwo​​​​​​rtung vor allem für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr bleibt und wenn da auch deutlich aufgerüstet wird“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy am Montag im Deutschlandfunk. Da seien viel mehr Mittel erforderlich. Nur dann schafften es die Städte, den öffentlichen Personenverkehr so attraktiv zu machen, dass die Leute zum Umsteigen angeregt würden."


"Konkrete Pläne zur Schadstoffreduzierung​"​​​​​

[Wie wirksam sind sie? Ab wann beginnen sie zu wirken?
Das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge bei Überschreitung des gesetzlich erlaubten Schadstoffgehaltes wirkt bei verantwortungsvoller Vorbereitung SOFORT nach dessen Erlass und der notwendigen Signalisation – innert Tagen, in ein, zwei Wochen.
In welchem Ausmaß könne sie, die
"Konkrete Pläne zur Schadstoffreduzierung​"​​​​​ den viel zu hohen Gehalt an Luftschadstoffen aller Art auf die gültigen Grenzwerte senken?]

"Die Details der Finanzierung des sogenannten Mobilitätsfonds blieben bis zuletzt unklar. Da sich die Regierungsbildung verzögert und damit der Haushalt 2018 vermutlich erst im Herbst vorliegen wird, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Erstens, die Einzelpläne der Ministerien für Verkehr, Umwelt und Wirtschaft werden entsprechend umgebaut. Wenn die Programme laufen, können trotz vorläufiger Haushaltsführung nach dem Jahreswechsel weiter Mittel fließen. Zweitens könnte die Regierung auf den Energie- und Klimafonds zurückgreifen. Bei dem Schattenhaushalt ist das Jahresende generell nicht so entscheidend.

Vor dem Treffen im Kanzleramt veröffentlichte der Städtetag einige Beispiele, woran man momentan denkt. Aachen will beispielsweise RASCH LADESÄULEN IN WOHNQUARTIEREN, AUF SUPERMARKTFLÄCHEN UND IN PARKHÄUSERN EINRICHTEN. Außerdem will die Stadt E-FAHRZEUGE BEIM PARKEN PRIVILEGIEREN. Bielefeld plant, Brennstoffzellenbusse​​​​​​ zu TESTEN. Zudem verweist die Stadt auf fertige Pläne, um das Verkehrsaufkommen auf einem vielbefahrenen Platz zu senken. Bochum plant den Kauf von SECHS E-Fahrzeugen. Außerdem will die Kommune an einem Emissionsschwerpunkt Flächen entsiegeln, MITTELINSELN BEGRÜNEN und MOOSWÄNDE ERRICHTEN.
 

Düsseldo​​​​​​rf denkt an neue Unterstände in den Betriebshöfen, deren Dächer die Sonnenenergie in Strom umwandeln („Solarcarports“), eine verbesserte Ampelsteuerung sowie den Bau eines Umsteigepunktes, an dem man Fahrräder leihen, geteilte Autos parken und in Bus oder Bahn steigen kann. In der Szene nennt man das Mobilitätsstationen. Zudem will die Landeshauptstadt mit einer „Mobilitäts-App“ für das Mobiltelefon den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtern. Hamburg will den Kauf von emissionsärmeren Bussen und Elektrobussen vorziehen und die Betriebshöfe auf den Elektrobetrieb vorbereiten. Darüber hinaus will die Hansestadt die automatische Fahrgasterfassung und digitale Fahrkarten testen.
Im Regierungsbezirk Düsseldorf stellt man sich auf ein Diesel-Fahrverboten ein. „Wir kommen wahrscheinlich nicht um Verbote bestimmter Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten herum“, sagte Regierungspräsidentin​​​​​​ Birgitta Radermacher (CDU). Dies werde zu Härten führen besonders etwa bei Handwerkern, die ihren Fuhrpark modernisiert hätten."


m/Kommen​t​​ar​​​:
Totaler - typisch deutscher - Blödsinn, diese Milliarde, um das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in den Innenstädten bei Überschreitung der Grenzwerte zu verhindern.


Denn: Luftschadstoffe müssen an der Quelle – bei Autos gleich nach dem Motor – erfasst und abgebaut werden, bevor sie in die Atmosphäre geraten.

Typisch für Merkel – was auch sonst vernünftige Deutsche leider nicht erkennen wollen: sie will die deutscher Automobilindustrie schützen, so dass die deutschen Autos weiterhin viel zu viel Schadstoffe ausstoßen. Mit dieser Milliarde will die Frau Doktor der Physik die Errichtung von Elektrotankstellen fördern – es gibt aber praktisch keine Elektroautos und wird es auch längerfristig nicht geben, trotz zunehmender Zahl an Merkel-Steckern.
Merk​​​​​​el will die Busse der öffentlichen Verkehrsbetriebe mit anderen Motoren ausrüsten –ALSO WEG VOM DIESEL. Das ist in der Schweiz schon seit vielen Jahren gang und gäbe – aber das dauert Jahre und der Effekt ist allein zu gering. Es gibt unter den Merkel-Jüngeren sogar solche, die in den Städten Luftreiniger aufstellen wollen. Zum Vergleich auf das Abwasser übertragen: man lässt das Abwasser in die Flüsse und Seen und versucht dann das Wasser der Flüsse und Seen zu reinigen: das ist typisch deutsche Beschränktheit geboren aus der Absicht, der deutschen Automobilindustrie nicht weh zu tun.
Trotz der Merkel-Milliarde: Die Belastung der deutschen Städte mit Luft-Schadstoffen war, ist und bleibt eindeutig zu groß. Die Gesundheit der Deutschen war, ist und wird geschädigt. Doch das stört die Merkel-Schickeria in keiner Weise: Hauptsache die deutschen Autos können weiterhin zu viel Luftschadstoffe ausstoßen.
 
Eine Entfernung der Luftschadstoffe aus den Autoabgasen würde – unter gleichzeitiger Redaktion des Kohlendioxids-Ausstoß​​​​​​es – die Leistung der deutschen Autos reduzieren: vor allem langsamere Beschleunigung, auch geringere Höchstgeschwindigkeit​​​​​​en.
 
Merkel handelt verantwortungslos und viele Deutsche wollen das nicht wahrhaben.
Das Problem der deutschen Instabilität heißt Merkel – wie lange noch?
Wie groß ist der Totalschaden, den Frau Merkel und ihre CDU-Entourage Deutschland zufügen?

Freitag, 24. November 2017

Deutschland: Die SPD-Mitglieder werden entscheiden!

Das Re­sul­tat der Stein­mei­er'­schen Zwän­ge­rei, die SPD zu zwin­gen, er­neut mit der Mer­kel-CDU eine GroKo zu bil­den wird eine wo­chen­lange Ago­nie in Ber­lin sein.

Das Resultat ist noch völlig offen! Lesen Sie bitte weiter:

Quelle: t-online.de
O-Ton von Herrn Martin Schulz, Vorsitzender SPD (es lohnt sich): http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_82527126/jamaika-aus-steinmeier-gibt-termin-fuer-groko-gipfel-bekannt.html

"SPD-Chef Martin Schulz will die Mitglieder seiner Partei über eine Beteiligung der Sozialdemokraten an einer Regierungsbildung abstimmen lassen."

"In einem "dramatischen Appell" habe Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Parteien zu Gesprächen aufgerufen, erklärte Schulz auf Twitter. "Dem werden wir uns nicht verweigern."

"Nur eines ist schon völlig klar:
Sollten die Gespräche dazu führen, dass wir uns in welcher Form (z. B.: Tolerierung einer CDU-Minderheitsregier​​ung) und Konstellation (z. B.: ohne Merkel als Bundeskanzlerin) auch immer an einer Regierungsbildung beteiligen, werden die SPD-Mitglieder darüber abstimmen."

t-online.de vom Freitag, den 24.11.2017, 13:27 Uhr; von Daniel Fersch

Das ist echte Demokratie! Dazu ist die verkalkte, versteinerte CDU nach 12 Jahren Merkel-Herrschaft völlig unfähig!

"Der Parteinachwuchs der SPD lehnt eine Neuauflage der großen Koalition mit Nachdruck ab. Dies machte die scheidende Bundesvorsitzende der Jungsozialisten, Johanna Uekermann, in Saarbrücken zum Auftakt des Juso-Bundeskongresses​​ deutlich. "Im Moment ist vieles unklar. Eines hingegen ist für mich glasklar:

"Es darf keine Neuauflage der Großen Koalition geben", sagte sie unter frenetischem Beifall der rund 300 Juso-Delegierten."

"U​​ekermann verwies auf das historisch schlechte Wahlergebnis der SPD bei der Bundestagswahl im September: "Die Große Koalition ist nicht die Lösung dieser Situation, sie ist Teil der Ursache." Sie fügte hinzu: "Bei aller Verantwortung für das Land dürfen wir die eigene Partei nicht vergessen. Die Große Koalition wäre der Todesstoß für das letzte Fünkchen Glaubwürdigkeit, das wir als SPD noch haben." Uekermann gibt ihr Amt als Bundesvorsitzende nach vier Jahren ab. Am Abend wollte SPD-Chef Martin Schulz mit den Jusos diskutieren."
t-online.de vom Freitag, den 24.11.2017, 16:28 Uhr; von Daniel Fersch

Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche von Union, FDP und Grünen hängt alles und jedes an einem dünnen Faden.
Bundespräsiden​​t Steinmeier ist gegen Neuwahlen und ruft die Parteien zur Regierungsbildung auf.
Kommenden Donnerstag trifft Steinmeier die Parteichefs von CDU, CSU und SPD zu einem gemeinsamen Spitzengespräch.

Wi​​e auch immer: Frau Merkel wird, wenn sie darauf beharrt auch in der neuen Legislaturperiode Bundeskanzlerin zu sein, eine Lame Duck sein.
Viele Minister europäischer Staaten, der EU in Brüssel und - vor allem - der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, und auch der chinesische Parteichef Xi Jinping werden im Stillen genüsslich über ihre Jammerrolle lächeln - auch wenn sie ihr weiterhin das Händchen halten.
Ein langsamer Todessturz von der Höhe "der mächtigsten Frau der Welt" in die Abgründe einer von der Gunst der SPD gehaltenen Frau Lame Duck.
Es wird eine Analyse der Bundeskanzlerin Merkel aus der "Frankfurter Allgemeine Tageszeitung", der führenden deutschen Tageszeitung folgen mit einer Fülle von Leserbriefen dazu - demnächst hier zu lesen.

Mittwoch, 22. November 2017

Deutschland - Das Problem hat einen Namen: Merkel!

Die aktuelle, verfahrene Situation in Deutschland geht auch uns an!

Politiker-Karrieren nach Jamaika-Pleite - Sie hoffen, sie fürchten, sie planen
 
Quelle: t-online.de vom Dienstag, den 21.11.2017, 17:57 Uhr von Jonas Schaible (Auszug)

Die unsichere politische Lage nach dem Jamaika-Aus hat Folgen für die Spitzen der Parteien. Die Zukunft mancher Toppolitiker ist unsicher geworden – für manche geht es um die politische Existenz.
Neuwahlen, eine Minderheitsregierung oder doch die Große Koalition? Für die Top-Politiker hätten verschiedene Konstellationen ganz unterschiedliche Folgen.

Ein Überblick:
Angela Merkel (CDU)
Vor wenigen Monaten galt sie noch als Führerin der freien Welt. Und so unvorhersehbar der Ausgang der Bundestagswahl war, so sicher schien eines: Angela Merkel bleibt Kanzlerin. Jetzt ist sie bedroht.
1) Große Koalition: Einige Sozialdemokraten ziehen eine Große Koalition überhaupt nur in Erwägung, wenn Merkel geht.
2) Sollte die CDU in eine Minderheitsregierung gehen, i**st ein vorzeitiges Ende der Legislaturperiode nicht unwahrscheinlich.**
3) Sollten Neuwahlen kommen, will Merkel zwar noch einmal antreten – aber sie hat viel Unterstützung verloren. Auch in der Union.


Horst Seehofer (CSU)
Während der Verhandlungen sprachen sich immer wieder Kreisverbände der CSU für einen Machtwechsel aus: Markus Söder statt Horst Seehofer. Unangefochten war Seehofer nur noch als Unterhändler. Hätte er selbst die Verhandlungen platzen lassen müssen, wäre er gescheitert. So hat ihm die FDP geholfen: Seehofer kann behaupten, konstruktiv, aber hart geblieben zu sein. Zuletzt galt es in der Partei als wahrscheinlich, dass Söder bayerischer Ministerpräsident würde und Seehofer Parteichef bliebe, als Minister in Berlin. Im Zuge des Treffens des Parteivorstands am Donnerstag will er sich zu seinen Plänen äußern.


Martin Schulz (SPD)
Schulz will sich auf dem Parteitag Anfang Dezember als Parteichef bestätigen lassen. Dann wird er wohl keine 100 Prozent mehr bekommen wie im März – obwohl es heißt, er habe die Basis hinter sich. Gibt es Neuwahlen, kann er als Kanzlerkandidat kaum noch einmal antreten. Auch ansonsten kommt er nicht gut weg. Sollte er Minister in einer Großen Koalition werden, würde ihm vorgeworfen, sich selbst einen Posten zu sichern. Sollte er eine Minderheitsregierung tolerieren, müsste er erklären, warum er eine stabilere Regierung verhindere.


Andrea Nahles (SPD)
Nach der Wahl machte die SPD Andrea Nahles zur Fraktionsvorsitzenden und damit zur Oppositionsführerin. Sollte die SPD jetzt in die Regierung gezwungen werden oder in den Wahlkampf, müsste sie ihre neue Rolle direkt wieder aufgeben: Es wäre ein kurzer Herbst der Opposition für sie. In einem möglichen Wahlkampf müsste sie entscheiden, ob sie eine Spitzenkandidatur anstreben und darum kämpfen – oder ob sie hinter Schulz oder Olaf Scholz zurückstecken würde.


Christian Lindner (FDP)
Die einen preisen Lindners Kompromisslosigkeit, die anderen geißeln sie. Er bekommt viel Aufmerksamkeit, wird von Grünen und Union allerdings zum Hauptschuldigen für das Scheitern der Sondierungen erklärt. Wahrscheinlich passt ihm und seiner Partei die Oppositionsrolle besser als die Regierung; Wahlkampf kann er sowieso.
 

Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir (Die Grünen)
Beide waren nicht unumstritten, seit sie zu Spitzenkandidaten gekürt wurden: Özdemir hatte in der Grünen Urwahl nur 75 Stimmen Vorsprung vor Robert Habeck. Viele waren unsicher, ob zwei Realos an der Spitze die richtige Entscheidung waren. In den Sondierungen haben sie es aber geschafft, die Partei zusammenzuhalten – zwischen den streitliebenden Flügeln der Partei blieb es bemerkenswert ruhig.


Frauke Petry (Die Blauen)
Frauke Petry muss Neuwahlen fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Ohne AfD-Unterstützung dürfte die frühere AfD-Chefin Schwierigkeiten haben, ihr Direktmandat zu gewinnen. Und ihre neu gegründete Blaue Partei hat noch zu wenig Unterstützer. Nur im Parlament könnte sie über vier Jahre versuchen, weitere enttäuschte AfD-Politiker einzusammeln und so relevant zu werden.


Alexander Gauland und Alice Weidel (AfD)
Die Fraktionsvorsitzenden der AfD werden auf eine große Koalition hoffen: Die würde sie zu Oppositionsführern machen. Auch eine Minderheitsregierung wäre in ihrem Sinne: Sie könnten sich dann als Mehrheitsbeschaffer anbieten und andere Parteien in die unbequeme Situation bringen, mit der AfD oder gegen gewünschte Inhalte zu stimmen.



Lösung: 
Große Koalition oder Neuwahlen: auf jeden Fall aber: Merkel muss weg!

Montag, 20. November 2017

Angela Merkel: Gott sei dank! bzw. Dem Schicksal sei Dank!

Es ist der "Anfang vom Ende der Ära Merkel"
 
Sarah Wagenknecht: "Kein Verlust für das Land"
 
Die Fraktionsvorsitzenden der Linken haben sich zum Ende der Sondierungen geäußert. Sarah Wagenknecht sprach hinsichtlich der Jamaika-Sondierungen von einem "Trauerspiel wochenlanger Zänkereien". Dass die Koalition nicht zustande komme, sei "kein Verlust für das Land". Eine "soziale Wende" sei von Jamaika nicht zu erwarten gewesen. Im Falle von Neuwahlen müsse sich die SPD neu positionieren, um eine Zusammenarbeit mit den Linken möglich zu machen.
 
Dietmar Bartsch ergänzte, es gebe eine Krise der Demokratie in Deutschland. Dafür trügen nicht nur die Sondierungsparteien die Verantwortung, sondern auch CDU und SPD durch ihre Regierung der letzten Jahre. Jamaika wäre eine "Regierung des Chaos" gewesen. Merkel sei nun als Kanzlerin geschwächt.
 
Es ist der "Anfang vom Ende der Ära Merkel".
 
Gott sei Dank! bzw. Dem Schicksal sei Dank!

Christian Lindner - danke!


Finden Sie das verantwortungsvoll?“

wird Christian Lindner, FDP-Vorsitzender nach seiner eindrücklichen Pressekonferenz von heute Montag. 20.11. von einer dünnen Stimme gefragt. Wer meint, in diesem Moment eine solche Frage stellen zu müssen hat den Ausführungen von Herrn Linder nicht richtig zugehört oder ist unfähig, diese zu verinnerlichen:

"Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“  

Die Ausführungen von Herrn Lindner sind durchdacht, der Entscheid Jamaika platzen zu lassen konsequent und völlig richtig. Deutschland steht vor einer grundsätzlichen Neuausrichtung, das ist das Signal der Bundestagswahlen, bei denen die Karten völlig neu gemischt worden sind.

Die Grünen überschätzen sich gewaltig. Von den Jamaika-Parteien, die bundesweit an der Wahl beteiligt waren, sind sie eindeutig die kleinste Gruppierung: ganze 6,8 Prozent der Wahlberechtigten haben ihnen ihre Stimme gegeben (8,9 % der Zweitstimmen). Aber die Grünen haben ihre Extrempositionen nicht aufgeben wollen. Wortklaubereien ihrer grauen Eminenz wie bezüglich des Familiennachzuges sollten in bisher praktizierter Manier die Grundlage für „Falsches regieren“ geben – dem hat die FDP nun unmissverständlich den Riegel vorgeschoben. „Ist doch schön, so ein Ausflug in die Südsee“ – das ist nun dem grünen Ministerpräsidenten versagt. (Bitte, Herr Kretschmann: Jamaika liegt in der Karibik).

Die Sozialdemokraten möchten auf keinen Fall den Lückenbüßer abgeben und mit der schwer angeschlagene CDU, bei der es nur um den Erhalt von Bundeskanzlerin Merkel geht wieder eine Große Koalition eingehen – nur das nicht! Bei Neuwahlen hat die SPD die Chance mit einem neuen Kandidaten – Scholz oder Nahles – die Scharte wieder auszuwetzen. Ich würde Frau Nahles vorziehen; sie spricht wie Lindner klar und deutlich – allerdings mit anderem Inhalt.

Christian Lindner hat den Dank, die Anerkennung der Republik verdient: er erschüttert Merkel und ihre CDU – „Mangelnde Führung in den Sondierungen. Immer nur zu moderieren und keine Richtung vorzugeben, funktioniere nicht, wenn da keine Seite sei, auf die man sich schlagen könne“ (Andrea Nahles) – und er gibt dem Land eine Chance, sich neu zu organisieren.

Sonntag, 19. November 2017

Die Reichen werden immer reicher

Die "Crédit Suisse" analysiert und die "F.A.Z." informiert

Quelle: „F.A.Z.“ vom Mittwoch, den 15.11.2017, Nr. 265, S. 25

Besonders in Deutschland steigt die Zahl der Millionäre stark. Während die Vermögen der Superreichen schnell wachsen, verfestigt sich die Armut.

Deutschland:         1,96 Millionen Millionäre;
USA:                   15,36 Millionen Millionäre;
Frankreich:            1,95 Millionen Millionäre;
Italien:                    1,29 Millionen Millionäre;
Schweiz:               0,59 Millionen Millionäre.


dmoh. FRANKFURT, 14. November. Das globale Vermögen ist bis Mitte 2017 auf gut 280 Billionen Dollar (240 Billionen Euro) gestiegen. Im Durchschnitt hat jeder Erwachsene auf der Welt damit ein Vermögen inklusive Immobilien und abzüglich Schulden von 48 000 Euro. Wie die Fachleute der Credit Suisse auf Basis umfangreicher Recherchen aus verschiedensten Quellen weiter berechnet haben, sind die Vermögen aber höchst ungleich verteilt.

Es gewinnen die, die ohnehin schon viel haben, besonders viel hinzu.
Ein Weltvermögenszuwachs von gut 6 Prozent von Mitte 2016 bis Mitte 2017.

Nordamerika, die reichste Region der Welt mit Durchschnittsvermögen von stolzen 320 000 Euro, wies mit 9 Prozent auch die höchste Steigerungsrate auf. Europa mit Durchschnittsvermögen von 115 000 Euro kommt auf eine Wachstumsrate von gut 6 Prozent und lag damit noch vor China, wo die Durchschnittsvermögen um 5,6 Prozent auf 23 000 Euro zulegten.
In Afrika hingegen schrumpften die Vermögen sogar um 2 Prozent auf 3560 Euro.

Auch innerhalb der Länder sind die Vermögen höchst ungleich verteilt, und auch hier zeigt sich das Bild, dass die Inflation der Vermögenspreise für Immobilien und Aktien selbstredend besonders denen nutzt, die in größerem Umfang schon Immobilien und Aktien besitzen.
Viele Deutsche, so zeigen es auch immer wieder Daten der Deutschen Bundesbank, sind von dieser Entwicklung abgekoppelt. Die Hälfte der Bevölkerung wohnt zur Miete. Nur 7 Prozent halten Aktien.
Die hohen Wertgewinne dieser Gruppe sorgen dafür, dass die Zahl der Millionäre in Deutschland besonders stark steigt.
Nur in den Vereinigten Staaten ist der Zuwachs höher. Selbst im stark wachsenden und deutlich bevölkerungsreicheren China ist der Zuwachs niedriger.
Den Berechnungen zufolge sind von Mitte 2016 bis Mitte 2017 gut 237 000 Deutsche in den Kreis der (Dollar-)Millionäre aufgerückt.
Damit gibt es nun fast zwei Millionen Menschen hierzulande, die mehr als umgerechnet 855 000 Euro besitzen.
Die Zahl der Superreichen mit Vermögen von mehr als 50 Millionen Dollar erhöhte sich in Deutschland um 500 auf 7200. Nur in China und den Vereinigten Staaten gibt es mehr Superreiche.
In Frankreich, Italien und der Schweiz sind es weniger als halb so viele.

Die starken Vermögensgewinne der Reichen und Superreichen reichten in Deutschland zudem aus, um die deutschen Vermögen insgesamt überproportional um 8 Prozent auf durchschnittlich 174 000 Euro steigen zu lassen.

Neben den Vereinigten Staaten gehört Deutschland zu den Ländern mit besonders ungleich verteilten Vermögen.
Dies zeigt sich an der Auswertung des Median-Vermögens. Dies beträgt in Deutschland 40 000 Euro. Genau die Hälfte der Bevölkerung hat ein höheres Vermögen, die andere Hälfte ein niedrigeres. Bei einer Normalverteilung der Vermögen entspräche der Median dem Durchschnittsvermögen. Das Durchschnittsvermögen liegt in Deutschland jedoch mit 174 000 Euro mehr als viermal höher.

Die Analysten der Credit Suisse gehen davon aus, dass die Vermögensunterschiede weiter wachsen.
Derzeit verfügen 70 Prozent der Weltbevölkerung über kein nennenswertes Vermögen.
0,7 Prozent sind indes Dollar-Millionäre und halten zusammen fast die Hälfte aller Vermögen auf der Welt.
In einer Prognose bis 2022 geht die Credit Suisse davon aus, dass diese Gruppe um 22 Prozent wächst, während die große Gruppe der Menschen ohne Vermögen in etwa stabil bleibt.

Eine Ungleichverteilung stellt die Studie aber nicht nur zwischen Regionen und innerhalb der Länder fest. Auch zwischen Jung und Alt geht die Vermögensschere auseinander. So hätten sich die Einkommensunterschiede zwischen Alt und Jung stärker verfestigt als früher. Die jüngere Generation wachse langsamer in höhere Einkommensgruppen als früher. Die relativ geringeren Einkommen als früher und die hohen Immobilienpreise erschwerten den Aufbau von Vermögen.