Montag, 19. Oktober 2015

Fact? oder Vermutung? Wie Phillip Müller (FDP) - die Wirtschaftsverbände(?), der Milliardärsverein(?) - die Umsetzug der MEI, des Art. 121a BV unmöglich machen wollen


Werden die Stimmbürger ausgetrickst?

Am 14. Oktober 2015 präsentierte der Zürcher Tages-Anzeiger einen im Bundeshaus offensichtlich zirkulierenden Plan, wie das Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative vom 9. Februar 2014 zur Wirkungslosigkeit verurteilt werden könne.

Quelle: EU-NO Newsletter vom 15. Oktober 2015; Link: http://www.eu-no.ch/ .

Die vom "Tages-Anzeiger" entdeckten Planspiele wurden offenbar ausgelöst, weil deren Erfinder überzeugt sind, dass der Entscheid des Souveräns gegen die Masseneinwanderung das grösste Hindernis darstelle für engere Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. Sowohl die Bilateralen als auch der geplante «Rahmenvertrag» – und erst recht der von vielen noch immer herbeigewünschte EU-Vollbeitritt – würden durch dieses Ja vom 9. Februar 2014 gefährdet.

Aushebelung des Volksentscheids

Der Plan sieht vor, dass Bundesrätin Simonetta Sommaruga, deren Departement für die Umsetzung des Volksentscheids vom 9. Februar 2014 zuständig ist, ein möglichst unflexibles, stures, sämtliche denkbaren Härten aufnehmendes Ausführungsgesetz zur Umsetzung des von Volk und Ständen beschlossenen Verfassungsartikels gegen die Masseneinwanderung zuhanden des Parlaments vorlegen solle.
Die bei der ganzen Planung federführende FDP – so schreibt der Tages-Anzeiger – signalisiere von allem Anfang an, dass sie diesem bewusst so nachteilig wie irgend möglich ausgestalteten Gesetz vorbehaltlos zustimmen werde. Ihre Zustimmung hänge lediglich von einer einzigen Bedingung ab: Die SP – also die Partei Sommarugas – müsse ebenfalls von vorneherein und definitiv ihre Bereitschaft erklären, gegen das vom Parlament durchzuwinkende Horror-Gesetz aus der Küche Sommaruga in jedem Fall das Referendum zu ergreifen.
Enthalte dieses Gesetz bloss genügend hanebüchene, für Land und Volk schädliche Bestimmungen, dann dürfte es – so das im Bundeshaus zu Bern gewälzte Kalkül – ein leichtes sein, die Verwerfung der Gesetzesvorlage durch die Stimmbürger zu erreichen.
Dann, so die Rechnung der Plan-Erfinder, wäre die Bundesbern so abgrundtief missfallende Initiative gegen die Masseneinwanderung, obwohl von Volk und Ständen angenommen, endgültig und vollumfänglich vom Tisch. Der ungeliebte Volksentscheid vom 9. Februar 2014 könnte zur Makulatur erklärt werden.

Fehlkalkulation

Diejenigen, die solches – dem Volk gegenüber schlicht verräterisches – Vorgehen offenbar allen Ernstes durchsetzen wollen, übersehen mindestens zwei ganz wesentliche Tatsachen zum Volksentscheid vom 9. Februar 2014:
Erstens hat die Ablehnung eines – bewusst unmöglich formulierten – Ausführungsgesetzes zu einem von Volk und Ständen gutgeheissenen Verfassungsartikel nie und nimmer die Annullation des an der Urne beschlossenen Verfassungsartikels zur Folge.
Würde Bundesberns Rosstäuscherkniff zur Überraschung aller mit Erfolg gekrönt, dann bliebe der Verfassungsauftrag intakt und die in der Initiative selbst enthaltenen Bestimmungen zur Umsetzung der Vorlage, formuliert von den Initianten des Volksbegehrens, kämen zum Zug. Wer anderes behaupten will, täuscht bewusst den Souverän.
Zweitens enthält die von Volk und Ständen angenommene Initiative gegen die Masseneinwanderung auch eine zwingende Bestimmung, wonach bei der Regulierung der Zuwanderung in eigener Kompetenz – darauf läuft die Hauptforderung der Initiative bekanntlich hinaus – den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes Priorität einzuräumen sei. Wenn jemand diese Bestimmung für die Ausführungsgesetzgebung einfach fallen lassen will mit dem Ziel, ein möglichst unvorteilhaftes, in der Volksabstimmung chancenloses Gesetz zurechtschustern zu können, dann begeht er Verfassungsbruch.
Ob all die Parlamentsmitglieder, die in der ersten Session nach den Eidgenössischen Wahlen ihren Eid auf die Verfassung abzulegen oder zu erneuern haben, zu solch himmeltraurigem Umgehungsschacher dem Souverän gegenüber tatsächlich bereit sind?

Der Erfinder

Übrigens – der Tages-Anzeiger gibt auch in aller Ausführlichkeit bekannt, wer der Erfinder dieser schnöden Aushebelungs-Taktik gegenüber einem von Volk und Ständen angenommenen Verfassungsartikel ist: Er heisst Philipp Müller, ist derzeit FDP-Präsident und Aargauer Ständerats-Kandidat.

Da meine ich ist anzufügen, dass Herr Philipp Müller diesen Plan, wenn es ihn gibt,  kaum selber entwickelt hat. Existiert ein solcher Plan, dann muss man die Täter hier suchen - und / oder:
Schweizerische Arbeitgeberverband, Schweizerische Bankiervereinigung/SwissBanking, economiesuisse, SwissMem, avenir suisse - und / oder? - Verein "Vorteil Schweiz".

Quelle: «Müllers Buebetrickli», Tages-Anzeiger, 14. Oktober 2015.
(Artikel lässt sich nicht finden)

Der "Experte" Professor Ruud Koopmans von der Humboldt-Universität in Berlin "beruhigt": Der IS braucht seine Leute vor Ort - die deutsche Bundeskanzlerin wird zufrieden sein.

Es ist schon einige Zeit her, da hat ein deutsches Amt sich dahin geäussert, es hätte keine Anhaltspunkte, dass IS-Terroristen sich in den Flüchtlingstreck nach Europa eingeschleust haben.

In deutschen Zeitungen war aber zu lesen, dass Flüchtlinge im Flüchtlingsstrom ihre Folterknechte erkannt haben.

Die Sorge - nicht "Angst" wie die Bewegten dies abtun wollen - ist sehr berechtigt, dass sich auch IS-Terroristen nach Europa schwemmen lassen und da als "Schläfer" auf ihre Stunde warten.


Nun meldet sich ein Professor von der Humboldt-Universität in Berlin zu Wort:

"Terrorgefahr durch Flüchtlinge?
Experte: "Der IS braucht seine Leute vor Ort""

"t-online", vom Montag, den 19.10.2015, 10:35 Uhr | dpa

"Kommen mit den Flüchtlingen auch Terroristen, fragen manche in Deutschland?"

"Wohl kaum, glaubt der Berliner Migrationsforscher Ruud Koopmans.

Die Gefahr, das Anhänger des Islamischen Staats (IS) im Zuge des Flüchtlingsstroms unbemerkt nach Deutschland einsickerten, werde überschätzt."
Das wäre strategisch nicht klug, der IS braucht seine Leute vor Ort", sagte Politikwissenschaftler Koopmans vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung."

Es ist, Herr Professor Koopmans strategisch sehr klug, IS-Terroristen in Europa einsickern zu lassen.  


"Die größte Zahl der Zuwanderer aus Syrien fliehe vor dem Assad-Regime:.
In der Gruppe der sunnitischen Muslime gebe es zwar "zweifellos eine Gruppe, die einer eher traditionellen Form des Islams anhängt."

Das sei aber "kurzfristig keine Bedrohung"."

Es behauptet niemand, dass es "kurzfristig" eine Bedrohung sei sondern langfristig, Herr Professor Ruud Koopmans.

Die Bundeskanzlerin und ihre Entourage haben natürlich Freude an solchen "Experten"-Äusserungen, die den zu Recht besorgten Menschen Sand in die Auge streut. 

Für mich - ich bin kein "Experte", aber militärisch geschult und bei gesundem Verstand - ist das, was Herr Professor Koopmans hier von sich gibt professorales Geschwätz.

 

Es fällt auf, Herr Professor Koopmans hält sich alle Türen offen, denn: 

"er glaubt ...",

"Die Gefahr ... werde überschätzt",

"Das sei aber kurzfristig keine Bedrohung".

 

So gelesen äussert sich der Humboldt-Professor verantwortungslos.

Samstag, 17. Oktober 2015

Ungarn schliesst grüne Grenze zu Kroatien


„Ungarn schliesst um Mitternacht grüne Grenze zu Kroatien“

"Ungarn schliesst nach Serbien nun auch seine grüne Grenze zu Kroatien. Ab Mitternacht sei die Grenze zum südwestlich gelegenen Nachbarland gesperrt."
„SRF-Tagesschau“ vom Freitag, den 16.10.2015, 19:30 Uhr

 Neu

"SRF"-Tagessc​​​hau von heute, 17.10.2015 19:30 Uhr;Link: http://www.srf.ch/pla​​y/tv/tagesschau/vide​o​/ungarn-schliesst-g​re​nze-zu-kroatien?id​=c7​ed6b38-12e4-4935-​bd1c​-e096fccd6932 .

Ungarn hat zwei Transitstationen in Betrieb  genommen, das was Bundeskanzlerin Merkel an der Grenze von Bayern zu Österreich einrichten will.

 

Es geht nicht anders


(Mit-)Verantwortlich ist die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in einer Gemütswallung als "Mutti", ohne verantwortungsvoll zu überlegen, ohne zu denken (den Eindruck hat sie vermittelt) "urbi et orbi" verkündet hat: "Kommt alle zu uns, die ihr mühselig und beladen seid." Nicht wortwörtlich, aber dem Sinne nach. So wurden ihre Worte verstanden.
Eine Bundeskanzlerin, auch eine Bundespräsidentin darf - ihrem Auftrag gemäss, in ihrer Verantwortung für ihr Land und die Menschen, die schon in ihm leben - nicht als "Mami"/"Mutti" entscheiden und verkünden.

Die Folgen sind verheerend - für Deutschland und die Länder, die vom Entscheid von Frau Merkel abhängig sind: die anderen EU-Staaten und alle anderen Länder Europas, so auch die Schweiz - aber auch für die Menschen auf der Flucht - und auch für die Menschen, die sich in Folge des Merkel'schen "urbi et orbi "auf den Weg nach Europa gemacht haben und noch machen werden.

Denn: auch Deutschland muss Barrieren wie Transitzonen errichten, überlegt sich Auflagen (Integrationsverpflichtung, Residenzpflicht), wird die Steuern erhöhen müssen usw, usf..

Es kommt dazu, dass Kroatien foult,

Statt die Flüchtlinge, die aus Serbien nach Kroatien strömen weiter westwärts nach Slowenien zu leiten, damit diese da über Österreich direkt nach München reisen könnten stellt Kroatien die Flüchtlinge wieder nach Osten (im Atlas nachsehen) an die Grenze von Ungarn. Ungarn lässt die Menschen in Eisenbahnzügen nach Österreich reisen, wo diese im schon überfüllten Flüchtlingslager Nickelsdorf kaum Unterkunft finden.

Es gibt eine direkte Eisenbahnverbindung von Bukarest (Serbien) nach Zagreb (Kroatien), weiter über Ljubljana/Laibach (Slowenien) - Villach (Österreich) nach München

Es liegt auf der Hand.
Der Ministerpräsident von Kroatien Zoran Milanović und der von Slowenien Miro Cerar wollen lieb Kind  sein bei der EU, dem "bösen" Ungarn wenn ich Schaden so doch Ungemach bereit.
Kindereien!

"Und da ihr [ihr Schweizer] das nicht wollt, muss euch halt Frau Merkel an die Hand nehmen und auf den «richtigen» Weg führen"



Herr OStR Reinhard P. Pöhlmann liegt eindeutig falsch
(OStR – Oberstudienrat; er ist Lehrer an einer kaufmännischen Schule)
(siehe Reinhard Pöhlmanns Text - untenstehend

Einleitung:

Der Leserbrief von Herrn OStR Reinhard P. Pöhlmann aus Stuttgart demonstriert eindrücklich, wie er und – leider – mit ihm viele Deutsche uns Schweizer und unser Land mit seinen 4 Kulturen und seinen vier Staatsmaximen Unabhängigkeit, Direkte Demokratie (Volksrechte, Föderalismus, Subsidiarität), Neutralität und Alleingang nicht verstehen können bzw. wollen.
Herr Pöhlmann und andere meinen uns belehren zu müssen gemäss dem deutschen Motto:
„Am deutschen Wesen mag die Welt genesen“:
Dies ist ein politisches Schlagwort, welches auf Emanuel Geibels Gedicht Deutschlands Beruf von 1861 zurückgeht. Geibel setzt sich darin für die Einheit Deutschlands ein und ruft die Einzelstaaten zur Einigung unter einem deutschen Kaiser, dem seit 1861 als König von Preußen regierenden Wilhelm I., auf.
„Das deutsche Wesen, an dem die Welt genesen mag, ist als das geeinte deutsche Staatswesen zu verstehen, von dem eine Friedenswirkung auf das europäische Staatengefüge ausgehen werde.“ (Quelle: „Wikipedia“; Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Am_deutschen_Wesen_mag_die_Welt_genesen .

„Friedenswirkung“- eine typische deutsche Selbstüberschätzung – denn:

1870/71 kriegte Deutschland gegen Frankreich, von Bismarck mit der „Emser Depesche“ provoziert. Frankreich wurden das Elsass und Lothringen weggenommen.

Am 1. August 1914 erklärte das deutsche Kaiserreich  Russland den Krieg, überfiel am nächsten Tag die neutralen Staaten Luxemburg und Belgien usw. usf. und die alte morbide Herrlichkeit ging in der Folge unter.

Am 1. September 1939 überfiel Reichskanzler Adolf Hitler mit der deutschen Wehrmacht Polen und beging am 30.04.1945 in der Reichskanzlei in Berlin Selbstmord – entzog sich so feige der Aburteilung durch das Kriegsverbrechertribunal in Nürnberg.

Oder:
Nationalhymne Deutschlands:
„:Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt:“

Meine Betrachtungen zum Leserbrief von OStR Reinhard P. Pöhlmann

Gut, dass die „Weltwoche“ den Leserbrief von Reinhard Pöhlmann aus Stuttgart abdruckt – eine Reaktion auf den Artikel „Schlepperkönigin Merkel“ (Nr. 36). Wir erleben in diesen Tagen die Auswirkungen der Merkel‘schen „Schleppertätigkeit“ und beginnen die Langzeitfolgen zu erkennen. Mit anderen Worten:
Pöhlmann liegt mit seiner Kritik grundsätzlich falsch.
Sein Leserbrief ist typisch für die Art von Deutschen, die ihre Umwelt - das was ausserhalb von Deutschland ist - nicht verstehen wollen und / oder nicht können.
Dies war schon früher so und die Folgen kennen wir.

Schon der Pöhlmann-Ton „ihr“ und „euch“ - gemeint sind wir Schweizerinnen und Schweizer - klingt falsch.
Seine Frage „Habt ihr eigentlich einen Kanzler, einen Präsidenten oder gar einen König?“ und die von ihm selbst gegebene Antwort: „Und daran seit ihr selbst schuld“ demonstrieren aufs Beste, was ich oben festgestellt habe. – er liegt falsch!
Ein Deutscher, wie Herr Pöhlmann braucht noch heute eine Obrigkeit, wie schon früher - etliche Könige und einen Kaiser bis zur Niederlage 1918 und einen Reichskanzler von 1933 bis 1945.
„Der Untertan“ von Heinrich Mann trifft heute noch bei vielen Deutschen ins Schwarze.
Er ist unfähig zu erkennen, dass in der Schweiz wir, das Volk an oberster Stelle stehen.

Schon der deutsche Bundespräsident und ehemalige Pfarrer Joachim Gauck hat in falschen Tönen schmeichelnd das gesagt, was Herr Pöhlmann wiederholt: „Wenn ihr Mitglied der EU wäret, dann könntet ihr Entscheidungen beeinflussen oder auf Basis des Einstimmigkeit Prinzips verhindern“.
Wer das glaubt, zahlt einen Taler: Vor wenigen Tagen drohte der SPD-Boss und Vizekanzler Gabriel den Staaten, die eine Quotenregelung ablehnen mit dem Entzug der Fördergelder; das gleiche tat Elmar Brok, Merkels Mann in Brüssel - schreibt Wolfgang Koydl in seinem von Pöhlmann kritisierten Artikel.
Bleiben noch Pöhlmann‘sche Sätze wie: „und da ihr das nicht wollt, muss euch halt Frau Merkel an die Hand nehmen und auf den richtigen Weg führen“ bzw. „Auch euch Schweizern sagt sie, wo es lang geht“.
Formulierungen, die wir aus früheren Zeiten bestens in Erinnerung haben: "Die Schweiz das kleine Stachelschwein, das nehmen wir auf dem Rückweg ein". Warum beschwert sich dann Herr Pöhlmann, dass von Schweizer Seite immer wieder das Thema des Dritten Reiches aufgekocht wird?

OStR Reinhard P. Pöhlmanns Text:

Nr. 36 – «Schlepperkönigin Merkel»;
Wolfgang Koydl zur deutschen Asylpolitik

Den Artikeln zum Thema Flüchtlinge ­stimme ich weitestgehend zu. Hier muss aber auch folgender Aspekt bedacht werden, und ich weise als deutscher Nachkriegsgeborener darauf hin: Wenn von Schweizer Seite (so wie weltweit) immer wieder das Thema des Dritten Reiches aufgekocht wird und Schuldgefühle uns von den Schweizern immer wieder aufs Brot geschmiert werden, dann kriegen sie halt die Politik, die sie nun angreifen. Ich bin kein Anhänger von Frau Merkel und finde die gegenwärtige Politik aller Parteien im Bundestag verhängnisvoll. Aber in einem Punkt muss ich Frau Merkel verteidigen. Sie ist in Europa gefragt, und sie erklärt den Fragenden, wo es langgehen soll, wenn auch vielfach allzu zögerlich. Auch euch Schweizern sagt sie das. Wen habt ihr denn als bekannte Politiker, die man europaweit hört? Habt ihr eigentlich einen Kanzler, einen Präsidenten oder gar einen König? Und daran seid ihr selber schuld. Wer immer nur versucht, sich nicht einzumischen und neutral zu sein, dem wird dann halt gesagt, wo es langzugehen hat. Wer nicht selbst agiert, mit dem wird agiert. So wie euch die Amerikaner das Bankgeheimnis ausgeredet haben. Und so sagt euch halt nun die Frau Merkel, wo es langgeht. Wenn ihr Mitglied der EU wäret, dann könntet ihr Entscheidungen beeinflussen oder auf Basis des Einstimmigkeitsprinzips verhindern. Dann ginge es uns vielleicht allen besser. Dann wäre die Schweiz auch nicht der grösste Gläubiger Deutschlands als Folge der Schweizer Nationalbankpolitik. Und da ihr das nicht wollt, muss euch halt Frau Merkel an die Hand nehmen und auf den «richtigen» Weg führen. Reinhard Pöhlmann, D-Stuttgart

Schweiz: Asylgesuche – Eine Meisterleistung verzögerter Information durch das Staatssekretariat für Migration SEM


Asylgesuche – Eine Meisterleistung verzögerter Information


durch das Staatssekretariat für Migration SEM

(Mario Gattiker),



bzw. das Eidgenössische Departement für Justiz und Polizei (Simonetta Sommaruga, Bundespräsidentin).


Die Zahlen für den September werden erst jetzt, am 16. Oktober – 2 Tage vor den eidgenössischen Wahlen - über die „SRF-Tagesschau“ von 19:30 bekannt gegeben. Das ist Präzision in der Desinformation.

„SRF-Tagesschau“ vom 16.10.2015 19:30 „Die Flüchtlingskrise in Europa wirkt sich nun stärker auf die Schweiz aus. Deutlich mehr Asylgesuche. Über den Sommer stiegen die Anträge um 60 Prozent“
„Vor allem den Flüchtlingsstrom über die sogenannte Balkanroute bekommt die Schweiz stärker zu spüren.“

Heute, am 16. Oktober, 2 Tage vor den eidgenössischen Wahlen erfährt die erstaunte Schweizerin, der erstaunte Schweizer in der Tagesschau von 19:30: „Im September sind zum ersten Mal mehr Menschen auf diesem Weg in die Schweiz gelangt als übers Mittelmeer.“ Interessant? Wissenswert?
„Sie sind der Grund für den Anstieg der Asylgesuche. Menschen flüchten über die Balkanroute in Schweiz.“

Da werden wir zwei Tage vor den Wahlen für blöd verkauft.
1.       Bereits am 20. Juli 2015 wurde bekannt: „Zahl der Asylgesuche steigt in der Schweiz stark an“. „Die Zahl der Asylgesuche ist in den letzten Monaten deutlich gestiegen-
Die jüngsten Zahlen der Schweizer Asylstatistik machen deutlich, dass immer mehr Menschen in der Schweiz Zuflucht suchen. So nahm im Juli die Zahl der Asylgesuche im Vergleich zum Vormonat um 1600 auf 3805 zu – das bedeutet an Anstieg um fast 70 Prozent.

2.       Dann herrschte Schweigen, abgesehen von einigen Bildchen in der SRF-Tagesschau die Grenzwächter in fast leer Zügen zeigten begleitet vom Kommentar, dass fast keine Flüchtlinge über die Balkanroute in die Schweiz gelangen würden. Kein Wort, dass gleichzeitig immer mehr Flüchtlinge über die Südgrenze in unser Land drängten.
Eine junge muslimische Frau mit Kind auf dem Arm durfte in mehreren SRF-Tagesschauen immer wieder aus dem Zug steigen. Das war alles.
Ich meine mich zu erinnern, dass einer aus dem SEM einmal mit Prozentzahlen jonglierte. Wir wissen alle, dass sich mit Prozentzahlen Kraut und Rüben vergleichen lässt. Es kommt immer auf die Basis an, von der bei der Berechnung der einen bzw., der anderen Prozentzahl ausgegangen wird.

3.       Es wird uns vorgemacht als ob - zur allgemeinen Überraschung - nun auf einmal mehr Menschen zu uns kommen, weil über die Balkanroute mehr zu uns kämen.
Es interessiert uns, Herr Martin Reichlin, in keiner Weise über welche Route „mehr“  Flüchtlinge zu uns kommen.
Es interessiert uns, dass schon seit Monaten jeden Monat immer mehr Flüchtlinge zu uns drängen.
Bei genaueren Zuhören erfährt man, dass in „den letzten Monaten die Zahl der Flüchtlinge in der Schweiz stark gestiegen ist“, dass bis jetzt – Ende September –bereits mehr als 1/3 mehr Asylgesuche gestellt worden seien als im ganzen Jahr 2014.
Konkret bedeutet das, dass bis jetzt in den ersten neun Monaten 2015 24‘212 Asylgesuche gestellt worden sind.
Der Bundesrat rechne dieses Jahr mit über 30‘000, wobei die Erwartung miteinberechnet worden sei, dass ab November des schlechten Wetters wegen weniger Flüchtlinge einreisen würden.

Und wenn nun mehr und mehr kommen? - zum Beispiel weil der Krieg in Syrien an Heftigkeit noch zunimmt oder weil das Merkel-Bild „Die Theresa der Flüchtlinge“  wie eine heilige Ikone auch den Nord- und den Südpol erreicht hat - bildlich gesehen - konkret, weil immer mehr Menschen aus Pakistan, Bangladesch Indien Sri Lanka und - vor allem - Afghanistan zu uns nach Europa drängen.

Es ist für uns völlig irrelevant, wenn Martin Reichlin sagt, dass im Vergleich zu anderen Ländern wie Österreich und Deutschland die Schweiz nur „am Rande“ betroffen sei.

Wir erinnern:
Bereits im Juli 2015: „Die jüngsten Zahlen der Schweizer Asylstatistik machen deutlich, dass immer mehr Menschen in der Schweiz Zuflucht suchen. So nahm im Juli die Zahl der Asylgesuche im Vergleich zum Vormonat um 1600 auf 3805 zu – das bedeutet ein Anstieg von fast 70 Prozent. Die steigende Tendenz war jedoch schon seit geraumer Zeit ersichtlich. So haben von April bis Ende Juni 2015 total 7384 Menschen in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt. Das sind 2000 mehr als in der gleichen Periode des Vorjahres, wie das Staatssekretariat für Migration ( SEM) mitteilt.

Frau Bundespräsidentin Sommaruga, Herr Gattiker:
Frau Merkel und „an ihrer Hand“ Herr Faymann (einmal nicht Francois Hollande) haben dieses Schlamassel durch ihr Mami-/Papi-Gebaren ausgelöst.
Menschen, die Regierungsverantwortung tragen, haben in ihrer Aufgabe weder als Mami oder Papi zu überlegen und zu handeln, sondern als Chefs die eigenen und fremden Möglichkeiten abzuschätzen und ihrem Auftrag entsprechend – „ihre Kraft dem Wohle des Schweizer Volkes widmen, seinen Nutzen zu mehren, Schaden von ihm zu wenden“ (analog dem Amtseid der deutschen Bundeskanzlerin Art. 56 GG) - Massnahmen anzuordnen, Gesetze auf den Weg zu bringen, die Ausführung ihre Anordnungen zu überwachen und, wenn nötig, einzugreifen, zu korrigieren. Das sind die berühmt einfachen 3K – KKK.

Wer das nicht kann oder will – Frau oder Mann – ist in einer Regierungsposition falsch am Platze. Sie/er versagt in der Aufgabe das Wohl des Landes zu halten und – möglichst – zu mehren.

Vor allem aber:
Die Schweiz hat keine Schengener-Aussengrenze. Also haben die Asylsuchenden nicht in der Schweiz sondern im Schengener-Staat an der EU-Grenze ich Asylgesuch zu stellen, spätestens aber in Deutschland und Österreich – Balkanroute. Das geschieht nicht. Frau Merkel hat nicht einen Schieber geöffnet, nein sie shat einen Damm durchstochen und nun sind auch wir von diesem Fehlverhalten betroffen. Einmal mehr trifft uns Deutschland durch eine Fehlhandlung.

Frau Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat in einem ihrer häufigen Fernsehauftritte klar und deutlich gesagt, dass das Schengener-Abkommen für die Schweiz von Vorteil sei.
In der Praxis stimmt dies offensichtlich nicht, denn wie erklärt sich sonst der Flüchtlingszustrom aus den EU-Schengener-Staaten Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich(?)?.

Wie lange noch lässt Frau Bundespräsidentin Sommaruga die Zügel schleifen?