Sonntag, 3. August 2014

So berichten deutsche Medien über Israels Vorgehen im Gaza-Streifen



„T-Online.de“ titelt am 03.08.2014, 21.29 Uhr, Quellen: dpa, AFP, AP/dpa:
„UN-Chef Ban verliert die Nerven“


Ban Ki -moon, der UN-Generalsekretär verliert nicht die Nerven, wie „t-Online" titelt, wenn er den Angriff auf eine UN-Schule in Rafah im Gazastreifen scharf verurteilt und feststellt: "Dies ist ein Skandal in moralischer Hinsicht und ein Verbrechen". Er, der UN-Generalsekretär stellt fest, klagt an!
"t-Online" ist ein Beispiel, wie deutsche Medien Stimmung machen: Den im Gefecht oder im eigenen israelischen Artilleriefeuer umgekommenen israelischen Leutnant Hadar Goldin bilden sie ab als lachenden Jungen von 23 Jahren. Wo sind die Bilder all der palästinensischen Kinder und die der deutsch-palästinensischen Familie Kilani, die im Artilleriefeuer der israelischen Armee oder bei den Flugzeugangriffen der gleichen Armee getötet worden sind? Ein deutsches Beispiel von Desinformation ist „RP Online“, das behauptete, die Hamas hätte diesen Leutnant verschleppt.

Israel hat immer wieder und wieder UNRWA-Schulen („Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge“) beschossen und dabei Zivilpersonen, Flüchtlinge verletzt und getötet. Schulen, in die sich die Palästinenser im Gazastreifen geflüchtet hatten, nachdem sie von den Israelis aufgefordert worden waren, ihr Haus / ihre Wohnung zu verlassen. Da kommt „t-Online“ daher und stellt den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon blöd dar: "er habe die Nerven verloren".
Shame on you!

Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel und der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sind abgetaucht – wie das U-Boot, das sie Israel zu günstigsten Bedingungen überlassen – sie sind in Deckung gegangen. Jetzt müssten sie klar Stellung beziehen, wenn von deutscher Seite der UN-Generalsekretär mit „er hat die Nerven verloren“ abqualifiziert wird. Wir erinnern uns: Herr Steinmeier erkühnte sich zu bedauern, dass in Israel die Menschen wegen des Raketenbeschusses durch die Hamas sich nicht am Strand aufhalten können. Der türkische Außenminister hat ihn in die Schranken gewiesen.

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